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Alte Brücke Marmorera: Unterschied zwischen den Versionen

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| hoehe = 1680
| einstieg = Naturweg kurz vor der Julierbrücke, nahe der Postautohaltestelle
| einstieg = Flach abfallender Kiesweg kurz vor der Julierbrücke, alternative Einstiege am Steinbruch
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| untergrund = Kies, Algen, Fels, Baumstämme
| besonderheiten = Bergsee, Tauchverbot bei der Staumauer, Höhenanpassung am Tauchcomputer nötig
| besonderheiten = Bergseetauchplatz, ideal im Herbst; Sicht stark abhängig vom Wasserstand; Tauchverbot bei der Staumauer
| gefahren = Tiefe, kaltes Wasser, Strömung am Flusseinlauf, Anglerausrüstung, rutschiger Einstieg
| gefahren = Kälte, eingeschränkte Sicht bei schlechter Tarierung, Strömung bei der Flussmündung, Anglerschnüre, Tiefe
| toiletten = Am Parkplatz nahe der Julierbrücke
| toiletten = Chemotoilette am Kiesweg, Restaurant Marmorera
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Auf 1680 Metern über Meer gelegen, gehört der Marmorerasee bei der alten Julierbrücke zu den beliebten Bergseetauchplätzen der Region. Die Sichtverhältnisse sind meist ausgezeichnet. Besonders spannend sind die Reste alter Bachverbauungen und die Julierbrücke unter Wasser. Der See entstand durch die Flutung des ursprünglichen Dorfes Marmorera in den 1950er Jahren.
Der Tauchplatz am oberen Ende des Marmorerasees bietet eindrucksvolle Bedingungen für das Bergseetauchen. Im Herbst sind die Sichtverhältnisse häufig besonders gut, können aber stark von den Wetterbedingungen und dem Wasserstand beeinflusst werden.


== Anfahrt ==
== Anfahrt ==


Von Savognin fährt man auf der Hauptstrasse Richtung Bivio/St. Moritz. Ca. 1,2 km nach der Abzweigung „Marmorera“ zweigt ein kleiner Kiesweg rechts ab und führt zum See.  
Von Savognin fährt man auf der Hauptstrasse Richtung Bivio/Silvaplana. Nach dem Dorf Sur erreicht man den Marmorerasee. Unmittelbar vor der Julierbrücke führt ein unbefestigter Weg rechts hinunter zum See. In der Nähe einer kleinen Hütte befindet sich der Zugang zum Tauchplatz.
 
Die Zufahrt vom Juliapass kommend erfolgt über eine scharfe Wende.


== Parkplätze ==
== Parkplätze ==


Direkt am Tauchplatz gibt es nur begrenzte Parkmöglichkeiten. Ausladen ist dort möglich, parkiert wird dann auf einem grösseren Platz nahe der Brücke. Toiletten und eine Feuerstelle sind vorhanden.
Parkplatz P1 direkt beim Einstieg: {{Maplink|46.4889806390664|9.641517068678564}}
 
Grosser Parkplatz P2 beim Steinbruch: {{Maplink|46.48683836805779|9.641232489026498}}
 
Parkmöglichkeiten sind entlang des Kieswegs beim Einstieg für etwa 4-6 Autos vorhanden. Weitere Parkplätze finden sich auf der anderen Seite der Brücke beim Steinbruch.
Es gibt eine Grillstelle und einfache Sitzgelegenheiten. Das Auto kann zum Ausladen genutzt und anschliessend an der Brücke auf einem grösseren Parkplatz abgestellt werden.  
 


== Notfall ==
== Notfall ==


Ein Helikopterlandeplatz befindet sich beim Parkplatz bei der Brücke. Mobilfunkempfang und Notrufnummern sind verfügbar. Nächste Druckkammern befinden sich in Basel, Lausanne, Genf, Überlingen (D) und Gümligen (BE).
* Mobilfunkempfang ist vorhanden.
* Helikopterlandeplatz bei der Brücke oder direkt auf der Hauptstrasse.


== Einschränkungen ==
== Einschränkungen ==


Tauchen ist nur im hinteren Teil des Sees erlaubt. Im Bereich der Staumauer herrscht absolutes Tauchverbot – Zuwiderhandlungen können mit hohen Bussen geahndet werden.
* Es darf nicht bei der Staumauer getaucht werden.
* Das Tauchen ist ausschliesslich im oberen Abschnitt des Stausees gestattet.
* Im Winter meist zugefroren, dann Eistauchen möglich.


== Gefahren ==
== Gefahren ==


Zu den Herausforderungen zählen tiefe Tauchprofile, kalte Temperaturen und gelegentliche Strömungen beim Flusseinlauf. Es können Angelschnüre oder Haken vorhanden sein. Gute Tarierung und Erfahrung im Bergseetauchen sind erforderlich.
* Der See liegt auf über 1600 m Höhe – Bergseemodus beim Tauchcomputer erforderlich.
* Strömung im Bereich der Flussmündung.
* Kälte: auch im Sommer sind Temperaturen niedrig.
* Sicht kann sich schnell verschlechtern.
* Tiefen über 30 m je nach Wasserstand.
* Anglerleinen im Bereich der Julia-Mündung.


== Navigation ==
== Navigation ==


Vom Ufer aus gelangt man über einen Naturpfad ins Wasser. Unter Wasser ist der Verlauf der alten Julierstrasse erkennbar, die bis zu einer ersten Mauerstruktur führt.
* Je nach Wasserstand ist ein Durchtauchen unter der Julierbrücke nicht möglich.
 
=== Einstieg ===
 
Der Haupt-Einstieg erfolgt über einen flach abfallenden Kiesweg. Alternativ kann auch beim Steinbruch eingestiegen werden (Vorsicht: rutschig).
 
=== Ausstieg ===
 
Zurück zum Einstieg über die alte Strasse oder entlang der Talseite. Orientierung ist durch die Brücke, Bachlauf und Wehranlagen gut möglich.


=== Tauchobjekte ===
=== Tauchobjekte ===


* '''Alte Julierstrasse:''' Gut sichtbarer Verlauf unter Wasser.
* Alte Julierbrücke: begehbar auf ca. 8 m Tiefe.
* '''Bachverbauungen:''' Im Verlauf des früheren Bachbetts stösst man auf drei gestaffelte Stufen, die je nach Wasserstand zwischen 10 und 30 Metern Tiefe liegen.
* Drei Wehranlagen des alten Bachbetts auf etwa 10, 18 und 30 m Tiefe.
* '''Julierbrücke:''' Die alte Julierbrücke lässt sich durchtauchen, wobei bei klarem Wetter eindrucksvolle Lichtreflexe entstehen.
* Alte Passstrasse und algenüberwachsene Bäume.
* '''Flusslauf der Julia:''' Mit etwas Strömung, viele kleine Forellen.
* Schlucht im ehemaligen Bachbett.


== Routen ==
=== Routen ===


Standardroute beginnt beim Einstieg, folgt der alten Strasse bis zur Bachverbauung, führt durch das Bachbett Richtung Julierbrücke und dann im Halbkreis rechts zurück.
Ein typischer Tauchgang folgt der alten Strasse zur Julierbrücke, dann unter dieser hindurch zur Mündung der Julia und entlang des ehemaligen Flusslaufs zurück, mit Abstechern zu den Wehranlagen.


== Fauna ==
== Fauna ==


Forellen, besonders am Flusseinlauf der Julia.
Vor allem bei der Mündung der Julia können Forellen beobachtet werden, teilweise auch grössere Exemplare. Sonst eher spärliche Fischvorkommen.


== Flora ==
== Flora ==


Algenbewachsene Baumstämme und vereinzelte Wasserpflanzen.
Algenbewachsene Baumreste, vereinzelt Pflanzen in seichten Bereichen.


[[Kategorie:Tauchplätze]]
[[Kategorie:Tauchplätze im Marmorerasee]]
[[Kategorie:Tauchplätze im Marmorerasee]]
[[Kategorie:Tauchplätze]]
[[Kategorie:Tauchplätze im Kanton Graubünden]]

Aktuelle Version vom 24. Juni 2025, 11:58 Uhr


Alte Brücke Marmorera

auch bekannt als: Juliamündung, Alte Julierbrücke

🌍 Lage

Karte
Einstieg: OSMGMapsApp
Parkplatz: OSMGMapsApp

Gewässer: Marmorerasee
Gemeinde: Surses
Land: Schweiz
Koordinaten: 46.4887373, 9.6415202
Höhe ü. M.: 1680 m

🤿 Tauchdaten

Einstieg: Flach abfallender Kiesweg kurz vor der Julierbrücke, alternative Einstiege am Steinbruch
Untergrund: Kies, Algen, Fels, Baumstämme
Besonderheiten: Bergseetauchplatz, ideal im Herbst; Sicht stark abhängig vom Wasserstand; Tauchverbot bei der Staumauer
Gefahren: Kälte, eingeschränkte Sicht bei schlechter Tarierung, Strömung bei der Flussmündung, Anglerschnüre, Tiefe

🏕️ Infrastruktur

Toiletten: Chemotoilette am Kiesweg, Restaurant Marmorera
Defibrillator: unknown
Rettungsring: unknown


Der Tauchplatz am oberen Ende des Marmorerasees bietet eindrucksvolle Bedingungen für das Bergseetauchen. Im Herbst sind die Sichtverhältnisse häufig besonders gut, können aber stark von den Wetterbedingungen und dem Wasserstand beeinflusst werden.

Anfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Savognin fährt man auf der Hauptstrasse Richtung Bivio/Silvaplana. Nach dem Dorf Sur erreicht man den Marmorerasee. Unmittelbar vor der Julierbrücke führt ein unbefestigter Weg rechts hinunter zum See. In der Nähe einer kleinen Hütte befindet sich der Zugang zum Tauchplatz.

Die Zufahrt vom Juliapass kommend erfolgt über eine scharfe Wende.

Parkplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parkplatz P1 direkt beim Einstieg: OSMGMapsApp

Grosser Parkplatz P2 beim Steinbruch: OSMGMapsApp

Parkmöglichkeiten sind entlang des Kieswegs beim Einstieg für etwa 4-6 Autos vorhanden. Weitere Parkplätze finden sich auf der anderen Seite der Brücke beim Steinbruch. Es gibt eine Grillstelle und einfache Sitzgelegenheiten. Das Auto kann zum Ausladen genutzt und anschliessend an der Brücke auf einem grösseren Parkplatz abgestellt werden.


Notfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mobilfunkempfang ist vorhanden.
  • Helikopterlandeplatz bei der Brücke oder direkt auf der Hauptstrasse.

Einschränkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Es darf nicht bei der Staumauer getaucht werden.
  • Das Tauchen ist ausschliesslich im oberen Abschnitt des Stausees gestattet.
  • Im Winter meist zugefroren, dann Eistauchen möglich.

Gefahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der See liegt auf über 1600 m Höhe – Bergseemodus beim Tauchcomputer erforderlich.
  • Strömung im Bereich der Flussmündung.
  • Kälte: auch im Sommer sind Temperaturen niedrig.
  • Sicht kann sich schnell verschlechtern.
  • Tiefen über 30 m je nach Wasserstand.
  • Anglerleinen im Bereich der Julia-Mündung.

Navigation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Je nach Wasserstand ist ein Durchtauchen unter der Julierbrücke nicht möglich.

Einstieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haupt-Einstieg erfolgt über einen flach abfallenden Kiesweg. Alternativ kann auch beim Steinbruch eingestiegen werden (Vorsicht: rutschig).

Ausstieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurück zum Einstieg über die alte Strasse oder entlang der Talseite. Orientierung ist durch die Brücke, Bachlauf und Wehranlagen gut möglich.

Tauchobjekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alte Julierbrücke: begehbar auf ca. 8 m Tiefe.
  • Drei Wehranlagen des alten Bachbetts auf etwa 10, 18 und 30 m Tiefe.
  • Alte Passstrasse und algenüberwachsene Bäume.
  • Schlucht im ehemaligen Bachbett.

Routen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein typischer Tauchgang folgt der alten Strasse zur Julierbrücke, dann unter dieser hindurch zur Mündung der Julia und entlang des ehemaligen Flusslaufs zurück, mit Abstechern zu den Wehranlagen.

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem bei der Mündung der Julia können Forellen beobachtet werden, teilweise auch grössere Exemplare. Sonst eher spärliche Fischvorkommen.

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Algenbewachsene Baumreste, vereinzelt Pflanzen in seichten Bereichen.